Sprachstörungen

Sprachentwicklungsverzögerung/ Sprachentwicklungsstörung

Von einer Sprachentwicklungsverzögerung spricht man, wenn sich bei Kleinkindern bis zu 3 Jahren zeitliche Abweichungen im Spracherwerb von mindestens 6 Monaten im Vergleich zur Norm ergeben.
Dabei kann es zu Auffälligkeiten in der Kommunikation, im Sprachverständnis, in der Aussprache, beim Gebrauch der Grammatik sowie im Wortschatz kommen. Ab einem Alter von 36 Monaten spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung.
Sprachentwicklungsverzögerungen und Sprachentwicklungsstörungen können isoliert oder im Zusammenhang mit anderen Störungen der kindlichen Entwicklung auftreten.

Hinweis:
Late Talker sind Kinder, die mit zwei Jahren weniger als 50 Wörter und keine Wortkombinationen bilden.
Kinder, welche diesen Rückstand bis zum dritten Geburtstag ohne therapeutische Hilfe aufholen, nennt man Late Bloomer. Kinder, welche diese Aufholentwicklung nicht durchlaufen, sind von einer Sprachentwicklungsstörung betroffen.

Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen

Das Verstehen von Wörtern, Sätzen, Aufträgen, Geschichten und/oder Situationen ist eingeschränkt.

  1. Eingeschränkter Wortschatz
    Der Wortschatz ist klein, wenig differenziert und schlecht mit dem bisherigen Wissen verknüpft.
  2. Wortfindungsstörung
    Wörter fallen dem Kind nicht ein, obwohl es diese kennt.

Einzellaute oder Lautverbindungen werden falsch gebildet, durch andere ersetzt oder können nicht ausgesprochen werden.